Tour de Fleece 2020: Es geht weiter
Die Tour de Fleece neigt sich so langsam dem Ende zu und ich habe natürlich wieder meine Erfahrungen der letzten Tage festgehalten und bin auch schon fleißig damit beschäftigt, den letzten Beitrag (inklusive zweiter Bergetappe) zusammenzustellen, damit er in den nächsten Tagen live gehen kann. Aber erstmal berichte ich euch hier von den Etappen 10 bis 16. Meine Ziele für die Tour de Fleece 2020 könnt ihr hier nochmal nachlesen.
Etappe 10
In Etappe zehn der Tour de Fleece kam für mich endlich mal wieder Farbe ins Spiel und ich habe meine graue Gotland-Wolle versponnen. In der Handhabung empfand ich sie nicht einfacher oder schwerer als die Fasern der kommenden Tage aber es war mal wieder eine schöne farbige Abwechslung in meiner täglichen Spinnerei. Insgesamt ist sie mir aber zu „struppig“ um später mehr damit zu arbeiten.

Etappe 11
Da ich vor kurzem eine türkische Handspindel geschenkt bekommen habe, musste ich die natürlich jetzt endlich mal ausprobieren und nutzte dafür die elfte Etappe beim Verspinnen der Finnischen Wolle. Hier muss ich gestehen, dass ich etwas länger brauchte und auch an den folgenden Tagen noch weiter daran gesponnen habe aber zumindest den Anfang habe ich am richtigen Tag gemacht. Da es meine ersten Versuche mit der Handspindel waren, musste ich gefühlt wieder von null anfangen, aber es hat nach der ersten Eingewöhnung dann doch sehr gut geklappt finde ich 🙂


Das praktische an der Handspindel ist natürlich, dass man sie auch mal mitnehmen kann und nicht wie mit dem Spinnrad an die eigenen vier Wände gebunden ist. Und an der türkischen Handspindel überzeugte mich vor allem die Möglichkeit direkt ein perfektes Knäuel wickeln zu können.
Etappen 12 – 15
Die Falklandwolle und Cheviot fand ich beide ziemlich einfach zu Verspinnen. Im direkten Vergleich fiel es mir bei der Cheviot etwas einfacher auch dünne Fäden zu Spinnen.
Mit Seacell stand dann an Tag 14 mal wieder einer Pflanzenfaser auf dem Programm. So schön ich das Ergebnis auch finde habe ich hier noch viel größere Schwierigkeiten beim Spinnen, weil die Fasern einfach so rutschig sind und mir der Faden so viel schneller reißt. Also dafür werde ich wohl noch ein wenig Übung brauchen, bis das besser klappt. Vielleicht mache ich die nächste Tour de Fleece dann mal nur mit Pflanzenfasern 😉
Beim Verspinnen der Dorset Horn hatte ich dann mal Lust etwas an „Speed“ zuzulegen und einfach mal versucht meine Geschwindigkeit beim Spinnen zu erhöhen.


Etappe 16
In der letzten Etappe des Blogbeitrages habe ich Whiteface Woodland gesponnen und auch das klappte wieder sehr gut. Inzwischen komme ich mit allen Wollfasern echt gut zurecht und kann hier schon mehr an der Dicke des Garns oder an meine Geschwindigkeit rumschrauben nur bei den Pflanzenfasern hapert es noch ein wenig.


Mein persönlicher Fortschritt bei diesem Part der Tour de Fleece ist auf jeden Fall, dass ich mir die Kammzüge nicht mehr so aufwändig vorbereiten und ich kleiner Stücke teilen muss, sondern inzwischen auch aus dem kompletten Strang spinnen kann.